Keiner kommt und der Taxifahrer klopft an der Tür – was er dann sieht, verändert ihn für immer

Keiner kommt und der Taxifahrer klopft an der Tür – was er dann sieht, verändert ihn für immer

Sonntag, 16 Oktober 2016

20 Jahre lang war ich Taxifahrer …

Es war das Leben eines Cowboys, ein Leben für jemanden, der keinen Chef wollte.

Was ich nicht wusste war, dass es ein Ministerium war.

Als ich in der Nacht fuhr, wurde mein Taxi zu einer Art Beichtstuhl. Die Passagiere, die mit mir fuhren und hinter mir in totaler Anonymität saßen, redeten mit mir über ihr Leben. Ich habe Personen getroffen, deren Leben mich überraschten, mich ehrten, und Menschen die mich zum Lachen und Weinen brachten.

Aber niemand hat mich so berührt wie diese eine Frau, die ich in einer Nacht im August abholte. Ich antwortete auf einen Anruf von einem kleinen Haus in einem ruhigen Teil der Stadt. Ich dachte, ich wurde zu Partygeher gesendet, oder zu jemanden, der g
erade einen Streit mit seinem Liebhaber hatte, oder einem Arbeiter der zu seiner Fabrik im industriellen Teil der Stadt fahren wollte.

Als ich das Gebäude um zirka 02:30 Uhr in der Nacht erreichte, war das Gebäude dunkel, außer einem einzigen Licht im Untergeschoss des Hauses.

In solchen Umständen hupen Taxifahrer ein, oder zweimal, würden eine Minute warten und danach wieder fahren.

Aber ich habe zu viele arme Menschen gesehen, die von Taxis als deren Transportmittel abhängig waren.

Außer in einer gefährlichen Situation, gehe ich immer zur Tür. Der Passagier könnte jemand sein, der meine Hilfe benötigte, dachte ich mir.

Also ging ich zur Tür und klopfte an. „Nur eine Minute,“ bekam ich als Antwort von einer Stimme, die von einer fragilen Person kommen musst. Ich hörte, dass etwas auf dem Boden geschleift wurde.

Nach einer langen Pause, öffnete sich die Tür. Eine kleine Frau in ihren 80igern stand vor mir. Sie trug ein bedrucktes Kleid und einen Hut mit einem Schleier, wie aus einem Film aus den 1940ern. Das Appartment sah aus, als wäre es lange nicht bewohnt worden. Die ganzen Möbel waren mit weißen Tüchern bedeckt. Es gab keine Uhren auf den Wänden, keine Dekoration oder Utensilien. In der Ecke war eine Box gefüllt mit Fotos und Glas.

„Könnten Sie meine Tasche ins Auto bringen?“ sagte sie zu mir. Ich brachte ihre Tasche zu dem Taxi, ging zurück und half der Frau. Sie nahm meinen Arm und ging langsam am Rande des Weges. Sie bedankte sich weiterhin für meine Güte.

„Es ist mir ein Vergnügen,“ sagte ich ihr. „Ich versuche meine Passagiere so zu behandeln, ´wie meine Mutter behandelt werden sollte“.

„Oh, Sie sind ein guter Mann,“ sagte sie. Als wir in das Auto stiegen, gab sie mir die Adresse und fragte mich dann,

„Können Sie durch die Innenstadt fahren?“

„Das ist aber nicht der kürzeste Weg,“ antworte ich schnell.

„Oh, das stört mich nicht,“ sagte sie. „Ich bin nicht in Eile. Ich fahre ins Altersheim.“

Ich schaute in den Rückspiegel, und ihre Augen leuchteten auf.

„Ich habe keine Familie,“ führte sie fort. „Der Arzt sagte, ich hätte nicht mehr lange zu leben.“

Ich schaltete den Kilometerzähler aus. „Welche Route möchten Sie gerne fahren?“ fragte ich sie.

Während den nächsten zwei Stunden fuhren wir durch die ganze Stadt. Sie zeigte mir das Gebäude, wo sie einst als Liftdame arbeitete. Wir fuhren durch die Nachbarschaft, wo sie und ihr Ehemann gelebt hatten, als sie frisch verheiratet waren. Wir fuhren zu einem Möbelgeschäft, welches ein Tanzsaal gewesen war, und wo sie oft tanzen war, als sie noch jung war. Manchmal fragte sie mich, etwas langsamer vor einigen Gebäuden zu fahren, oder vor einer bestimmten Ecke, und sie saß einfach nur da in der Dunkelheit, ohne etwas zu sagen.

Als die Sonne langsam aufging, sagte sie plötzlich „Ich bin müde. Fahren wir jetzt nach Hause.“

Wir fuhren in Stille zu der Adresse, die sie mir gegeben hatte. Es war ein niedriges Gebäude, wie eine kleine Reha-Klinik, mit einer kleinen Auffahrt unter Säulen. Zwei Schwestern kamen heraus als das Taxi ankam. Sie waren besorgt und vorsichtig und beobachteten jeden Moment. Sie mussten aber warten. Ich öffnete den Kofferraum und nahm die kleine Tasche und brachte sie zur Tür. Die Frau war bereits in einem Rollstuhl.

„Wie viel schulde ich Ihnen?“ fragte sie mich, und griff mit ihrer Hand in ihrer Tasche.

„Nichts,“ sagte ich.

„Sie müssen aber auch für ihr Leben arbeiten,“ antwortete sie.

„Es gibt andere Passagiere.“

Fast mechanisch bückte ich mich und gab ihr eine Umarmung. Sie umarmte mich fest zurück.

„Sie haben einer alten Frau einen kleinen Moment der Freude geschenkt,“ sagte sie. „Ich danke Ihnen.“

Wir gaben uns die Hand und dann verschwand sie im leichten Licht des Morgens. Hinter mir schloss sich eine Tür. Es war der Ton eines sterbenden Lebens.

Ich habe keine andere Passagiere an diesem Tag angenommen. Ich fuhr herum, ohne Grund, verloren in meinen Gedanken. Für den Rest des Tages konnte ich kaum sprechen. Was, wenn diese Frau einen wütenden Taxifahrer erwischt hätte, oder einen Ungeduldigen, der nur seinen Arbeitstag beenden wollte? Was hätte sie getan, wenn er es abgelehnt hätte, sie durch die Stadt zu fahren, oder wenn er nur einmal gehupt hätte und wieder gefahren wäre?

Bei näherer Betrachtung dachte ich mir, dass ich wohl Nichts in meinem Leben zuvor getan habe, das so wichtig war.

Wir denken, dass unser Leben die großartigen Momente ausmachen. Aber oft sind diese großartigen Momente all jene, die wir unterbewusst erleben – wunderschön verpackt, die andere wohl eher als kleine Dinge empfinden würden.

Die Geschichte ist Teil des Buches „Make me an Instrument of your Peace“ von dem bekannten Autor Kent Nerburn, der 14 Bücher geschrieben hat.

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